Leiden der Königin
- das Orgelprojekt -
Anlage außer Betrieb
Aufgrund eines technischen Defekts an der Elektrik musste unsere Orgel Anfang Mai 2025 vom Stromnetz getrennt und außer Betrieb genommen werden.
gebrochener Panzerschlauch
Kurzschluss - flexible Zuleitung zum Spieltisch
Orgelsanierung
Nach mehr als 55 Jahren treuem Dienst ist die Schuster-Orgel vielleicht für immer verstummt . . . .
Helfen Sie uns, dass in unserer wunderbaren Pfarr- und Wallfahrtskirche wieder festliche Musik zur Liturgie und zur feierlichen Stunde erklingen kann.
Notwendig ist:
- Erneuerung der technischen Anlage
- Reinigung und Überarbeitung der wertvollen Pfeifen (u.a. von Franz Borgias Maerz)
- kompletter Austausch der korrodierenden, veralteten Elektrik
Die veranschlagten Kosten in Höhe von über 300.000 Euro sind größtenteils von unserer Kirchenstiftung zu zahlen. Wir bitten um Ihre Spende auf das folgende Konto der Kirchenstiftung St. Maria Thalkirchen:
IBAN: DE50 7509 0300 0002 1443 79
BIC: GENODEF1M05
Vergelt's Gott!
Orgelgeschichte in St. Maria Thalkirchen


Die alte Thalkirchner Orgel gilt als die älteste erhaltene Kirchenorgel Bayerns. Sie wurde im Jahre 1630 von einem unbekannten "Orgelmacher" erbaut und kostete insgesamt 457 Gulden. Vermutet wird der damals in München ansässige Orgelbauer Hans Lechner, der in München und Oberbayern mit vielen Arbeiten nachgewiesen werden kann.
Eine noch frühere Orgel sowie Zeugnisse der ausgeprägten Musica Sacra an St. Maria Thalkirchen lassen sich mit den Kirchenrechnungsbüchern von 1629/30 belegen. Hier ist von einem Vorsänger, dem Organisten und den Sängern, dem Calcant/Balgtreter und den Stadtpfeifern die Rede.
Nur zwei Jahre nach ihrer Erbauung wurde die Thalkirchner Orgel, inmitten der Wirren des 30-jährigen Krieges, stark beschädigt. Davon berichtet noch heute eine Inschrift, an ihrer Gehäusefront:
»ALS MAN ZELT 1630 JAR, WAR DISE ORGL VON NEYEN GEMACHT ALTA, 1632 JAR, DURCH DIE SCHWEDEN VERHÖRT GANZ UND GAR A°, 1636, JAR WAR SIE WIDER AUFGERICHT WIE SI STET ALDA.«
Die Orgel und Musica Sacra an St. Maria Thalkirchen waren stets eng mit dem Münchner Hof verbunden. So wurde im Jahre 1656 von den Musikern des Münchner Hofs unter Johann Zeitlmaier das »Marianische Ehr- und Zierdverbündnis« für Thalkirchen gegründet. Ziel des Verbündnisses war neben dem Wiederaufbau der durch den Krieg beschädigten Kirche, »den Frauendreißiger durch seine musikalische Mitwirkung auf eine würdige Weise zu begehen, zugleich aber auch das Gnadenbild in einem entsprechenden Schmucke zu unterhalten«. 1689 konnte die Orgel (vermutlich auch durch die finanzielle Unterstützung des Marianischen Ehr- und Zierdverbündnises) auf die neu errichtete westliche Musikempore versetzt werden. Das Verbündnis in Thalkirchen blieb über die Jahrhunderte aktiv und wurde 1754 von Papst Benedikt XIV. zu einer förmlichen Bruderschaft erhoben.
Im Zuge der Erweiterung der Pfarrkirche (Kuppelwestbau), die zwischen 1907 bis 1908 von Architekt Gabriel von Seidl durchgeführt wurde, stiftete man das Instrument an das Deutsche Museum. Orgelbauer Franz Borgias Maerz - der im selben Jahr den Orgelneubau in St. Maria Thalkirchen durchführte - erhielt 1908 den Auftrag das ins Deutsche Museum transferierte Instrument wieder spielbar zu machen.
Heute zählt die Alte Thalkirchner Orgel zu einem der wertvollsten Exponate der Musikinstrumentensammlung.
Disposition (I/P 10):
Manual C/E-c3
Flauten 8'
Principal 4'
Copel 4'
Octav 2'
Quint 1 1/3'
Mixtur 3f. 1'
Cimpel 1/4'
Pedal C/E-b°
Subbas 16'
Octavabas 8'
Quintbas 5 1/3'
Weiterführende Informationen sowie ein kurzes Hörbeispiel der Orgel finden sich auf den Seiten des Greifenberger Instituts.
Zwischen 1907 bis 1908 wurde die Pfarr- und Wallfahrtskirche um einen Kuppelwestanbau von Architekt Gabriel von Seidl erweitert. Für die neue Empore schuf Franz Borgias Maerz ein neues Orgelwerk.
II/P 24
vermutliche Disposition
I. Manual
Bordun 16‘
Principal 8‘
Tibia 8‘
Gambe 8‘
Gedeckt 8‘
Dolce 8‘
Oktav 4‘
Flöte 4`
Mixtur 2 2/3‘
Trompete 8‘
II. Manual
Geigenprincipal 8‘
Gamba 8‘
Lieblich Gedackt 8‘
Salicional 8‘
Vox coelestis 8‘
Aeoline 8‘
Fugara 4‘
Traversflöte 4‘
Cornett 2 2/3‘
Pedal
Principalbaß 16‘
Subbaß 16‘
Oktavbaß 8‘
Cello 8‘
Posaune 16‘
Koppeln: II-I, II-P, I-P, Super II, Super II-I, Sub II, Sub II-I
1928 Erweiterung (II/P 29) durch Leopold Nenninger
1943 Instandsetzung und Erweiterung (II/P 30)
"Orgelbauer Leopold N e n n i n g e r in München hat den Auftrag, die nach dem Fliegerangriff am 7. September 1943 durch einströmenden Regen beschädigte Orgel in der Stadtpfarrkirche S.Maria-Tahlkirchen in München wieder instandsetzen. Der Blasebalg und die Luftdichtungen sind am meisten defekt. München, den 18.November 1943"
ab 1954 Pläne und Angebote zum Umbau, Erweiterung (Drittes Manual, Schwellwerk, Fernwerk im Oratorium etc.)
Technischer Neubau unter Verwendung von vorhandenem Pfeifenmaterial durch Carl Schuster & Sohn
Die Orgel musste aufgrund eines gravierenden technischen Defekts am 7. Mai 2025 endgültig außer Betrieb genommen werden!
III/P 31, Schleifladen elektrisch
I. Manual (Hauptwerk) C-g3
Quintadene 16'
Prinzipal 8'
Spillpeife 8'
Oktave 4'
Rohrflöte 4'
Waldflöte 2'
Mixtur 5f 2' (nur 4f. ausgeführt)
Trompete 8'
II. Manual (Schwellwerk) C-g3
Gedackt 8'
Weidenpfeife 8'
Prinzipal 4' (ursprünglich Fugara 4')
Querflöte 4'
Quinte 2 2/3'
Nachthorn 2'
Terz 1 3/5' ab f°
Scharff 4f 1'
Oboe 8'
Tremulant
III. Manual (Oberpositiv) C-g3
Gedacktflöte 8'
Hohlpfeife 4'
Prinzipal 2'
Kleinquinte 1 1/3'
Sifflöte 1'
Zimbel 3f 1/2'
Schalmei 4'
Tremulant
PedalC-f1
Prinzipalbaß 16'
Subbaß 16'
Oktavbaß 8'
Gedacktpommer 8'
Choralflöte 2f 4'
Pedalmixtur 4f 2 2/3'
Bombarde 16'
Koppeln: II-I, III-I, III-II, III-P, II-P, I-P
2 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination, Automatisch umschaltendes Pianopedal, Tutti, Registercrescendotritt, Handregister zur Walze, Koppeln Zur Walze, Zungengeneralabsteller, Zungeneinzelabsteller, Man 16'-Ab
Orgelbauer Rudolf Kubak, Augsburg
Opus 7 - 8. Jan. 1965, I/P 6
Manual C-f3
Copel 8'
Fluet 4'
Principal 2'
Quint 1 1/3'
Sesquialter 2f. ab b°
Pedal C-f1
Pommer 16' (Zunge)
Koppel: I-P